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Februar 2018 | GSAM Connect

Schwellenländer-Viewpoints – Indien: Wachstumsführer der Weltwirtschaft

Unser Emerging-Markets-Equity-Team kehrte mit Erkenntnissen von seiner GSAM-Indien-Tour zurück, auf der es von 21 Kunden zu Treffen mit Indiens führenden Persönlichkeiten in Wirtschaft und Politik begleitet wurde. Die dortigen Investmentchancen haben unsere Begeisterung geweckt, denn wir konnten drei Schlüsselfaktoren beobachten (siehe unten), dank denen Indien möglicherweise sein BIP bis 2027 auf 6 Billionen USD verdoppeln und somit die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt werden könnte.

Ein starkes, auf den Binnenmarkt ausgerichtetes Wachstumsprofil

Mit einem fast identischen Anteil an der globalen Wirtschaftsleistung und einem ähnlichen Pro-Kopf-BIP ist Indien heute dort, wo China im Jahr 2000 war. Und wir gehen davon aus, dass sich das indische BIP bis 2027 verdoppeln wird. Das demografische Profil Indiens ist aufgrund der Bevölkerungsgröße und Altersstruktur einzigartig – 65 % der 1,2 Milliarden Einwohner sind jünger als 35. Hinzu kommt, dass sich der Konsum an einem Wendepunkt befindet, denn die unteren 50 % der Bevölkerung nach Einkommen machen weniger als 10 % des gesamten Konsums des Landes aus. Indien muss mindestens 15 Millionen neue Stellen pro Jahr schaffen, um mit den demografischen Trends Schritt zu halten. Zum Vergleich: In den USA entstanden im letzten Jahr, einem der stärksten Jahre für den Arbeitsmarkt seit 2010, 2 Millionen Stellen.

Eine reformorientierte Regierung

Die Regierung unter Premierminister Narendra Modi arbeitet mit dem Privatsektor zusammen, um die physische und digitale Infrastruktur auszubauen und den Transport von Gütern, Informationen und den 1,2 Milliarden Einwohnern Indiens zu verbessern. Gleichzeitig sollen Reibungspunkte beseitigt werden, um Menschen und Unternehmen das Leben zu erleichtern. Bei unseren Treffen mit ranghohen Politikern – vom Finanzminister bis hin zum US-Botschafter – beeindruckten uns die Vision und ihre Umsetzung durch die Regierung nach dem Motto „gute Politik ist gut fürs Geschäft“. Diesen Satz hörten wir immer wieder von Vertretern des privaten und des öffentlichen Sektors. Indien wird jetzt aller Voraussicht nach von den Strukturreformen profitieren – von der Einführung einer Mehrwertsteuer auf Güter und Dienstleistungen bis hin zur Demonetisierung (die indische Regierung zog im November 2016 alle 500- und 1000-Rupien-Scheine aus dem Verkehr) –, die anfänglich das Wachstum belastet hatten, da sie die Wirtschaft zur Modernisierung und Formalisierung gezwungen haben.

Ein breit gestreutes Universum rentabler Unternehmen

Die indische Marktstruktur scheint besonders wegen der Anzahl und Vielfältigkeit der börsennotierten Unternehmen attraktiv, die Zugang zu Indiens wachsendem Konsumsegment (vor allem in der Mittelklasse) bieten, während der Anteil von Staatsunternehmen deutlich niedriger als beispielsweise in China ist. Wir bevorzugen Unternehmen mit geringer und mittlerer Marktkapitalisierung, die häufig nicht im Vergleichsindex vertreten sind. Dies gilt besonders in Sektoren, in denen Indien versucht, binnenwirtschaftliche Herausforderungen zu meistern, wie etwa die Beschäftigung, Ausbildung und Versorgung der 1 Million neuer Arbeitskräfte, die jeden Monat an den Arbeitsmarkt kommen.

                     
 

Wirtschaftswachstum

Indiens Pro-Kopf-Einkommen wird sich bis 2027 vermutlich verdoppeln – von derzeit 1.868 USD auf 4.135 USD.

     

Arbeitsmarkt

150 Millionen indische Erwerbskräfte kommen in den nächsten 10 Jahren an den Arbeitsmarkt und Indien hat bereits jetzt einen Anteil von 18 % an den Erwerbstätigen weltweit.

     

Reformen

Im „Ease of Doing Business“-Index der Weltbank kletterte Indien seit der Wahl von Premierminister Modi um 42 Plätze nach oben, wenngleich auf Rang 100 noch Verbesserungspotenzial besteht. 

 
                     
                     
 

Formalisierung

Dank der Formalisierung der Wirtschaft durch die Einführung der Mehrwertsteuer ist die Anzahl der Steueranmeldungen von Unternehmen in Indien im letzten Jahr um 50 % gestiegen.

     

Urbanisierung

Zwei Drittel der indischen Bevölkerung leben in ländlichen Gegenden, wo die monatlichen Pro-Kopf-Ausgaben bei 16 USD/Monat liegen, während sie für Indien insgesamt 29 USD betragen (in China sind sie viermal so hoch).

     

 Industrialisierung

Obwohl die Hälfte
der indischen Bevölkerung
in der Landwirtschaft arbeitet,
produziert dieser Sektor nur 17 % des
indischen BIPs. 

 
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ÜBER DEN AUTOR

Katherine Bordlemay

Katherine Bordlemay

Schwellenländer-Spezialistin, Fundamental Equity Client Portfolio Management, Goldman Sachs Asset Management
Luke Barrs

Luke Barrs

Schwellenländer-Spezialist, Fundamental Equity Client Portfolio Management, Goldman Sachs Asset Management

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Schwellenländeraktien rentierten 2017 mit +37 % und schnitten damit deutlich besser ab als US-Aktien (+21 %) und Aktien aus Industrieländern (+22 %) – dies war die stärkste absolute und relative Performance seit acht Jahren. Für 2018 glauben wir, dass die Schwellenländer sich in der Frühphase einer mehrjährigen Erholung befinden könnten, die durch 1.) eine Wachstumsbeschleunigung, 2.) einen Gewinnaufschwung und 3.) attraktive Bewertungen unterstützt wird.