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27 April 2020 | GSAM Connect

China: Auf dem Weg der Besserung

Die gesamtwirtschaftliche Aktivität in China normalisiert sich – die Politik unterstützt weiter das Binnenwachstum


Da die Zahl der täglich neu gemeldeten COVID-19-Fälle weiter zurückgeht, hat China mit einer allmählichen Lockerung der Quarantäneregeln begonnen. Unter anderem werden Fabriken, Straßen, Schulen, Einkaufszentren und Restaurants wieder geöffnet, während sich die gesamtwirtschaftliche Aktivität auf ein normales Niveau erholt.

Die Fälle örtlicher Übertragung liegen zwar bei fast null, doch es besteht immer noch das Risiko einer zweiten Welle durch Menschen, die die Krankheit aus dem Ausland mitbringen. China setzt auf ein strenges dreistufiges Abwehrsystem an seinen Grenzen, das aus einer Überwachung an den Einreisestellen, einer obligatorischen Quarantäne von 14 Tagen und einer sofortigen medizinischen Diagnose bei ankommenden Flugpassagieren, die Symptome aufweisen, besteht. Außerdem hat China eine Einreisesperre für fast alle ausländischen Personen verhängt und die Flugrouten aus- und inländischer Fluggesellschaften eingeschränkt.

Wir gehen davon aus, dass die chinesische Führung weiterhin einen mehrgleisigen, disziplinierten und stufenweisen Ansatz verfolgen wird, um die gesamtwirtschaftliche Aktivität zu stützen. Einen „Big Bang“ an Lockerungsmaßnahmen wird es aber voraussichtlich nicht geben. Das Hauptaugenmerk der Verantwortlichen wird unseren Erwartungen nach mehr darauf gerichtet sein, die Nachfrage anzukurbeln. Dass dabei sowohl angebots- als auch nachfrageseitige Maßnahmen ergriffen werden, halten wir für ermutigend.

Die Industrieaktivität hat sich bislang am meisten erholt, während Handel und Konsum noch hinterherzuhinken scheinen [1]

Zahl der täglich beförderten Passagiere in den U-Bahnen von sechs Großstädten

[1] Quelle: CICC Macro Research, GS GIR; Stand: 29. März 2020. Obere Grafik: „CNJ“ steht für das chinesische Neujahrsfest. Ein Stand von 76,5 Zählern beim IPP-Index des täglichen Kohleverbrauchs deutet darauf hin, dass der Verbrauch bei 80,8 % seines Niveaus vor dem CNJ liegt. Durchschnitt der dritten Woche vor dem CNJ ist 100. Untere Grafik: Die sechs Großstädte sind Shanghai, Guangzhou, Chengdu, Nanjing, Suzhou und Zhengzhou. 


Die Auswirkungen der Pandemie auf verschiedene Sektoren des chinesischen Markts
 

Der Industriesektor hat bei der Konjunkturerholung die Nase vorn, nachdem Betriebsmittel und Arbeitskräfte nun wieder zur Verfügung stehen. Häufiger veröffentlichte Indikatoren zeigen, dass Industrieaktivitäten wie der Kohleverbrauch, die Aktivität im Güterverkehr, die Stahlnachfrage und Immobilienverkäufe sich alle weiter erholen und fast wieder ein historisch normales Niveau erreicht haben.

Die Teilsektoren des Gesundheitswesens erlebten unterschiedliche Auswirkungen: Die Nachfrage nach Testkits und medizinischer Ausrüstung war explosionsartig angestiegen und nimmt weiter kräftig zu, während sich die Pandemie weltweit ausbreitet. Der Umsatz von Apotheken wurde durch die Nachfrage nach persönlichen Schutzausrüstungsartikeln, Nahrungsergänzungsmitteln und verschreibungspflichtigen Medikamenten ebenfalls beflügelt. Da Patienten jedoch Krankenhäuser mieden und alle Eingriffe, die keine Notfälle waren, aufschoben, schwächelte die Nachfrage in jenen Bereichen.

Wir gehen davon aus, dass der Ausbruch des Virus die Ausgaben im Gesundheitswesen nach oben treiben und als Auslöser für überfällige Reformen und Neuinvestitionen in den Gesundheitssektor dienen wird.

Die Ausgangssperren haben das Benutzerwachstum bei Online-Diensten und im E-Commerce angeheizt. Unterhaltungsdienste wie Spiele und Streaming erlebten ein schnelleres Wachstum, weil die Menschen nun zuhause bleiben müssen. E-Commerce-Akteure profitieren nicht nur davon, dass mehr Benutzer sich an das Online-Shopping gewöhnen, sondern auch von Offline-Händlern, die zunehmend online verkaufen. Dieser deutliche kurzfristige Anstieg bietet unserer Ansicht nach eine gute Ausgangsbasis für langfristiges Wachstum.

Im Vergleich dazu hinken der Dienstleistungssektor und der Konsum gemessen an weichen Daten und Behelfsindikatoren wie dem Verkehr hinterher. Die Verkehrsdichte in Großstädten ist in den letzten Wochen gestiegen, liegt aber immer noch um etwa 10 % unter dem Durchschnitt; die Fahrgastzahlen der U-Bahnen sind immer noch gedämpft und liegen rund 41 % unter dem Durchschnitt. Das legt nahe, dass normale Aktivitäten und der Konsum ihr normales Niveau noch nicht wieder erreicht haben. Wenn Einkaufszentren, Restaurants und Schulen wieder geöffnet sind, werden sich der Verkehr und der Konsum voraussichtlich allmählich erholen.

Anlagechancen in China infolge der Pandemie
 

Tatsächlich sind die Anlagechancen in China infolge der Pandemie noch dieselben, allerdings gehen sie mit neuen Risiken und Chancen einher. Unser Hauptaugenmerk gilt unter anderem den folgenden drei Bereichen:

  • Konsolidierung in klassischen Industriezweigen und Entstehung wettbewerbsstarker nationaler Marken
  • Verschmelzung von Online-/Offline-Geschäftsmodellen, was die Produktivität des Dienstleistungssektors steigert
  • Technologisches Aufholen durch Innovation und marktorientierten Wettbewerb

Bei GSAM Fundamental Equity investieren wir nach einem langfristig orientierten fundamentalen Bottom-up-Ansatz, der auf solide Unternehmen ausgerichtet ist, die unter ihrem inneren Wert notieren. Die erhöhte Marktvolatilität bietet unserer Ansicht nach interessante Kaufgelegenheiten für aktive Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont. Wir werden den Markt auch weiterhin ganz genau beobachten, um Anlagechancen zu erkennen.

Halten Sie sich über die neuesten Marktentwicklungen und die wichtigsten Themen für Ihre Portfolios auf dem Laufenden.

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