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März 2020 | GSAM Connect

Aktuelle Einschätzung zum Coronavirus von GSAM: Potenzielle Auswirkungen auf Investments

Der COVID-19-/Coronavirus-Ausbruch und seine Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben die Marktvolatilität auf ein Niveau angehoben, das es seit der globalen Finanzkrise nicht mehr gab. Bei Börsenschluss am 9. März 2020, auf den nebenbei auch der 11. Jahrestag der Aktienmarkthausse in den USA fiel, lag der S&P 500 Index 18,9 % unter dem Rekordhoch, das er knapp drei Wochen vorher erreicht hatte. Der Rückgang der Ölpreise und Anleiherenditen war sogar noch drastischer. 

Derart rasante Marktbewegungen sorgten verständlicherweise für Verunsicherung bei den Anlegern. Dennoch sind wir der Ansicht, dass der Ausverkauf attraktive Kaufgelegenheiten für aktive Manager geschaffen hat. Die Bewertungen in vielen renditeorientierten Sektoren wie Aktien und Anleihen haben ein angemesseneres Niveau erreicht, vor allem, wenn man unsere Konjunkturprognosen bedenkt. Das Global-Investment-Research-Team von Goldman Sachs rechnet für dieses Jahr zwar mit einer Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums auf 2 % und mit Rezessionen in China und Teilen von Europa, doch von einer Rezession in den USA wird nicht ausgegangen. 

Könnte sich die Marktlage noch verschlechtern, bevor sie wieder besser wird? Sicherlich. Und die geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen sind unter Umständen dieses Mal nicht so effektiv wie in der Vergangenheit. Aber wir erwarten fiskalpolitische Unterstützung und auch die niedrigeren Energiepreise dürften Verbrauchern helfen. Daher sind wir geneigt, uns renditeorientierten Vermögenswerten zuzuwenden und Aktien gegenüber Anleihen sowie Anleihen gegenüber niedrig rentierlichen Staatsanleihen zu bevorzugen.

Am 10. März erörterten leitende Investmentspezialisten von GSAM die potenziellen Auswirkungen der Coronavirus-Ausbreitung auf Investments. Hier die wichtigsten Erkenntnisse:

 

1. Aktien sind im Vergleich zu Anleihen attraktiv

Fast 80 % der S&P-500-Unternehmen weisen nun eine Dividendenrendite auf, die höher ist als die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe. Und fast drei Viertel dieser Unternehmen haben eine Free-Cash-Flow-Rendite, die höher ist als ihre Dividendenrendite, was nahelegt, dass diese Dividenden wahrscheinlich sicher sind. Auch in Europa gibt es Unternehmen, die derzeit eine Dividendenrendite von mehr als 3 % aufweisen. Zudem muss man bedenken, dass einige Kursrückgänge teilweise durch die reduzierte Liquidität verursacht werden. Das deutet darauf hin, dass es Chancen bei Aktien von Unternehmen mit attraktivem langfristigen Wachstum gibt, deren Kurse und Bewertungen durcheinandergeraten sind. Besonders wichtig sind jedoch starke Bilanzen: Unternehmen müssen in der Lage sein, sich selbst zu finanzieren, sollte die Verwerfung an den globalen Kapitalmärkten anhalten.

2. Substanzaktien sind werthaltig – vor allem Nebenwerte

Trotz der drastischen Korrektur an den Märkten entwickeln sich Wachstumsaktien immer noch besser als Substanzaktien und die Spreads in den USA und Europa sind so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Wir erkennen jedoch Chancen bei Substanzaktien und besonders bei Nebenwerten. Ja, Energie- und Finanztitel sind in den Small-Cap-Indizes sehr stark vertreten und einige werden mit den extrem niedrigen Ölpreisen und Zinsen zu kämpfen haben. Aber für aktive Manager sehen wir das Potenzial, in anderen Bereichen des Small-Cap-Universums Alpha zu generieren.

3. Erträge gewünscht? Ziehen Sie Unternehmensanleihen in Betracht

Da die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe weit unter 1 % liegt, müssen sich Anleger ganz klar bei anderen Vermögenswerten nach Erträgen umsehen, um für das Studium zu bezahlen oder für die Altersvorsorge zu sparen. Jetzt, wo Risikoanlagen billiger geworden sind, erkennen wir Gelegenheiten dafür an den Unternehmensanleihenmärkten. Das Risiko von Herabstufungen aufgrund des Coronavirus und niedriger Ölpreise ist gestiegen und einige Unternehmen in der Energie- und der Tourismusbranche sind gefährdet. Die Renditen sind jedoch deutlich höher und mit einem selektiven Ansatz, der auf Unternehmen mit starkem Cashflow ausgerichtet ist, können Anleger eventuell ihr Potenzial für höhere Erträge steigern. Und weil wir damit rechnen, dass die US-Notenbank ihren Leitzins senken und ihre Bilanz ausweiten wird, würde es uns nicht überraschen, wenn sie wieder anfangen würde, von US-Hypothekeninstituten begebene, hypothekarisch besicherte Papiere zu kaufen. Dadurch werden die Renditen sinken und das Angebot wird zurückgehen, was Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating attraktiver macht. Anleger, die das Potenzial aktienähnlicher Renditen bei geringerer Volatilität anstreben, sollten vielleicht hochverzinsliche Unternehmensanleihen in Erwägung ziehen, deren durchschnittliche Renditen jetzt bei fast 8 % liegen. 

4. Qualität im Fokus

Trotz der jüngsten Marktturbulenzen sind die Faktorrenditen bei Aktien erstaunlich beständig und auf Qualität ausgerichtete Faktorstrategien konnten sich besonders gut behaupten. Das macht Sinn, denn wir gehen davon aus, dass gut geführte, liquiditätsstarke Unternehmen den Sturm am besten überstehen. Vernünftigerweise achten Anleger genau darauf, wie Unternehmen wachsen. Unser Hauptaugenmerk gilt stabilen, finanziell konservativen Firmen, die mit ihren liquiden Mitteln vorsichtig umgegangen sind.

5. Risikomanagement spielt eine Rolle

Unserer Ansicht nach sollten Anleger sicherstellen, dass ihre Manager darauf achten, wie sehr sie marktbewegenden Faktoren ausgesetzt sind. Das bedeutet, dass Portfolios genau unter die Lupe genommen werden müssen, um ihre Sensitivität gegenüber den Sektoren abzuschätzen, die durch die Ausbreitung des Coronavirus am meisten gefährdet sind – Fluggesellschaften, die Spieleindustrie/Glücksspiel, Industrieunternehmen, um nur ein paar zu nennen – sowie gegenüber Unternehmen, die von den globalen Angebots-/Nachfragestörungen am schlimmsten betroffen sind. Asset Manager sollten aktiv darauf achten, wo genau sie in ihren Portfolios Risiken eingehen.

 

Halten Sie sich über die neuesten Marktentwicklungen und die wichtigsten Themen für Ihre Portfolios auf dem Laufenden.

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