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10 März 2021 | GSAM Connect

Was Sie zu Kryptowährungen wissen sollten

Seit der Einführung des Bitcoin im Jahr 2008, als erste digitale Währungen haben Kryptowährungen und die ihnen zugrunde liegende Distributed-Ledger-Technik Blockchain viel Aufmerksamkeit erhalten. Tausende neuer Kryptowährungen sind seither entstanden und zahlreiche Blockchain-Datenbankfunktionen wurden – unabhängig von Kryptowährungen – in verschiedenen Branchen integriert, wie beispielsweise bei staatlichen Dienstleistungen und im Supply-Chain-Management.

Kryptowährungen haben 2020 robuste Renditen abgeworfen und damit wieder einmal das Interesse der Anleger geweckt. Eine erhöhte spekulative Stimmung, Hoffnung auf Absicherung gegen Kurseinbrüche bei Aktien und gegen Inflationsrisiken, sowie die Entwicklung digitaler Vermögenswerte dürften alle dazu beigetragen haben, dass die Preise von Kryptowährungen auf neue Höchststände geklettert sind.

Dennoch sind die Risiken nach wie vor hoch und obwohl sehr volatile Anlagen für einige Hedgefonds attraktiv erscheinen mögen, halten wir die Beimischung von digitalen Währungen in einem strategischen Portfolio nicht für angebracht.

Was sind Kryptowährungen?

Unter Kryptowährungen versteht man digitale Vermögenswerte, die so konzipiert sind, dass Transaktionen durch komplexe mathematische Codes sicher verschlüsselt werden. Es handelt sich dabei nicht um traditionelle Währungen, die als effektives Tauschmittel mit einem grundlegenden (oder staatlich abgesicherten) Wert und relativer Stabilität definiert sind. Auch die Eigenschaften einer Anlageklasse sind unserer Ansicht nach bei Kryptowährungen nicht gegeben. Sie generieren keine Zahlungsströme oder Gewinne dadurch, dass die Weltwirtschaft wächst.

Wie aus Grafik 1 hervorgeht, blickt der Bitcoin auf eine bewegte Geschichte zurück. Sein Preis weist starke Schwankungen auf und wird langfristig von vielen Faktoren beeinflusst.

GRAFIK 1: Die vergangene Entwicklung des Bitcoin-Preises

Quelle: Bloomberg und GSAM. Stand: 17. Februar 2021. Die bisherige Wertentwicklung bietet keine Garantie im Hinblick auf zukünftige Ergebnisse, die Schwankungen unterworfen sein können.

 

Die Grundlage der meisten Kryptowährungen bildet die Blockchain-Technologie, die allerdings für mehr als nur Kryptowährungen eingesetzt werden kann. Diese dezentrale und sichere Datenbank, in der Informationen effizient und überprüfbar gespeichert werden, lässt sich in vielen Branchen integrieren. Ähnlich wie sich Eisenbahnen in den 1800er-Jahren oder Internetgeschäfte Ende der 1990er-Jahre ausgebreitet haben, besitzt auch die Blockchain-Technologie das Potenzial, Revolutionäres zu bewirken. Wer jedoch auf die Gewinner setzen will, während sich die Technologie entwickelt, könnte viele Enttäuschungen erleben.

Die spekulative Stimmung hat die Preise mächtig nach oben getrieben

Während der Bitcoin-Preis zwischen März 2020 und Februar 2021 von 5.000 USD auf 50.000 USD explodiert ist, hat sich die Aktivität am Kryptowährungsmarkt verdoppelt. In einem Jahr, in dem die globale Geldmenge um rund 20 % gestiegen ist, hat auch das begrenzte Angebot an Kryptowährungen die spekulative Stimmung zusätzlich angeheizt.

Der Bitcoin beispielsweise ist auf 21 Millionen Bitcoins begrenzt. Neue Bitcoins werden durch einen Prozess in Umlauf gebracht, den man „Minen“ nennt. Dabei validieren „Miner“ Transaktionen auf der Blockchain, indem sie deren komplexe mathematische Aufgaben, sogenannte „Hash-Funktionen“, lösen. Die Anzahl der Bitcoins, mit denen Miner für das Lösen dieser Funktionen belohnt werden, halbiert sich jedoch alle vier Jahre, was das Tempo, mit dem neue Bitcoins geminet oder in Umlauf gebracht werden, gezielt verlangsamt.

Käufer nutzen Kryptowährungen nun als potenzielle Absicherung

Unbewegliche Zinsen und eine lockere Geldpolitik haben die Anleger veranlasst, sich nach anderen Möglichkeiten umzuschauen, um das Abwärtsrisiko in ihren Portfolios zu steuern. Manche sehen in Kryptowährungen eine potenzielle Möglichkeit, durch die uneinheitlichen Korrelationen der Kryptowährungen mit herkömmlichen Anlageklassen eine effektive Diversifikation zu erreichen. Wie Grafik 2 jedoch zeigt, gibt es kaum Belege dafür, dass Kryptowährungen in Phasen rückläufiger Aktienmärkte eine zuverlässige Diversifikation bieten – insbesondere im Vergleich zum Bloomberg Barclays US Aggregate Bond Index, der weitaus weniger Volatilität erlebt hat.

 

GRAFIK 2: Preis-/Kursrendite und Volatilität in Drawdown-Phasen des S&P 500 (2011–2020)

Quelle: Bloomberg und GSAM. Stand: 17. Februar 2021. Die Volatilität wird in Standardabweichungen gemessen. Die bisherige Wertentwicklung bietet keine Garantie im Hinblick auf zukünftige Ergebnisse, die Schwankungen unterworfen sein können.

 

Während der europäischen Schuldenkrise 2011, als der S&P 500 Index um 19 % einbrach, stieg der Bitcoin um 74 %. Aber während des Ausverkaufs, der 2018 durch den Handelskrieg zwischen den USA und China ausgelöst wurde, und während COVID-19 (2020) erlitt der Bitcoin ähnliche oder sogar schlimmere Drawdowns als Aktien. Die Volatilität des Bitcoins war mit 99 % zudem deutlich höher als bei US-Aktien, die eine Volatilität von 17 % aufwiesen. Für eine Option, die Abwärtsrisiken abschwächen oder Absicherung dagegen bieten soll, ist das immer noch ein enormes Risiko. Aufgrund ihrer begrenzten Vorgeschichte gibt es außerdem keine Beispiele dafür, wie Kryptowährungen sich eventuell in einem Umfeld höherer Inflation oder höherer Zinsen entwickeln. Hinzu kommt, dass in den Phasen, in denen die Wertentwicklung des Bitcoins im Vergleich zu Aktien am beeindruckendsten war, der Bitcoin nur eine winzige Marktgröße hatte.

Digitale Vermögenswerte finden Akzeptanz im Einzelhandel und bei institutionellen Anlegern

Durch die stärkere Nutzung von Kryptowährungen ist die Stimmung hin zu einer breiteren Akzeptanz umgeschlagen. Seit dem vergangenen Jahr akzeptieren einige Unternehmen Kryptowährungen als Zahlungsmethode und mehr Finanzdienstleister haben Plattformen eingeführt, auf denen Nutzer Kryptowährungen kaufen, verkaufen und transferieren können.

Auch Zentralbanken rund um die Welt haben begonnen, sich mit Zentralbank-Kryptowährungen (Central Bank Digital Currency, CBDC) als digitaler Form herkömmlicher Währungen zu befassen. Befürworter sehen in CBDC eine Möglichkeit, um auf die rückläufige Verwendung von Bargeld in der heutigen Gesellschaft zu reagieren und die Übertragung der Geldpolitik zu verbessern. Gegner befürchten potenzielle Cyberattacken, Fälschung und Betrug. Gerade durch die Einführung von digitalen Zentralbankwährungen könnte der Wert bestehender digitaler Währungen reduziert und ihr Risiko erhöht werden.

Fazit

Wir gehen davon aus, dass diese Triebfedern der Kryptowährungsmärkte auch in den kommenden Jahren bestehen dürften, was jedoch für sich genommen nicht unbedingt für Anlagen in Kryptowährungen spricht. Die Infrastruktur ist noch sehr neu und anfällig für verschiedene Risiken, die über die Frage der Akzeptanz hinausgehen, wie etwa rechtliche und regulatorische Fragen. Unserer Meinung nach wird es Kryptowährungen weiterhin zusätzlich zu den fest etablierten liquiden Fiatwährungen, aber nicht anstelle dieser geben. Auf lange Sicht könnten sich jedoch das zugrunde liegende Konzept und die Blockchain-Technologien als revolutionär erweisen.

Halten Sie sich über die neuesten Marktentwicklungen und die wichtigsten Themen für Ihre Portfolios auf dem Laufenden.

Über den Autor

James Ashley

James Ashley

Leiter International Market Strategy, Strategic Advisory Solutions, Goldman Sachs Asset Management

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