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Februar 2019

GS CORE® Equities Portfolios Q&A mit Gary Chropuvka

1. Wie wichtig sind die entstehenden Trends im Bereich „Quantitative Investing“?

 

Beim aktiven Investmentmanagement ging es schon immer darum, sich einen Informationsvorteil zu sichern und entstehende Trends schneller als andere Marktteilnehmer vorauszusehen. Einige dieser Trends sind so bedeutsam, dass sie sich auf mehrere Bereiche unseres täglichen Lebens auswirken und sogar beginnen, Branchen auf der ganzen Welt zu verwandeln.

Im Quantitative-Investment-Strategies-Team bei Goldman Sachs Asset Management sind wir überzeugt, dass das exponentielle Datenwachstum und die Chancen, die damit einhergehen, genau so ein Trend sind. Von Smartphones über soziale Medien bis hin zum Internet der Dinge produzieren und konsumieren wir Daten mittlerweile mit exponentieller Geschwindigkeit. Dadurch haben Anleger Zugang zu mehr Informationen über börsennotierte Unternehmen als je zuvor – Informationen, die auch die Aktienkurse beeinflussen können.

Dies, zusammen mit der rasanten Weiterentwicklung der Technologie, die hilft, die Daten zu interpretieren, ermöglicht es uns, die Grenzen der konventionellen Vermögensverwaltung zu überschreiten und bisher unbekannte Renditequellen zu erschließen.

 

2. Welcher nächste große Trend könnte Auswirkungen auf die GS CORE® Equity Portfolios haben?

 

Unserer Ansicht nach befinden wir uns erst am Anfang der Datenrevolution, die weltweit jede Branche transformiert.  Im Kern hat sich unsere Investmentphilosophie seit unseren ersten Investments Ende der 1980er Jahre nicht geändert, doch die Arten von Daten, die wir analysieren, sind mit der Zeit enorm gewachsen und tun es weiterhin. In der Vergangenheit konnten wir mit Computern nur strukturierte Daten oder Daten, die leicht quantifizierbar waren und in ein bestimmtes Format gebracht werden konnten, wie etwa Zahlen in einer Kalkulationstabelle, analysieren.

Heute sind wir dank neuer Technologien in der Lage, erstmals auch unstrukturierte Daten wie Sprache und Bilder zu analysieren. Je mehr neue Datenquellen verfügbar werden, desto weiter können wir neuartige Investmentideen erforschen, um unsere Prozesse zu verbessern und letztendlich in Zukunft eine beständige Wertentwicklung für unsere Kunden zu erzielen.

 

3. Wird bei den Portfoliomanagern in Zukunft der Mensch durch den Computer ersetzt werden?

 

Manche gehen zwar davon aus, dass moderne Technologien in vielen Branchen Menschen ersetzen werden, doch wir sehen Technologie und Daten eher als Hilfsmittel im  Entscheidungsprozess unserer Portfoliomanager an, auf deren menschliches Urteilsvermögen wir auch weiterhin größten Wert legen. Unser Team besteht aus mehr als 175 Experten, von denen etwa die Hälfte Technologen und Ingenieure sind, die ständig neue wirtschaftlich intuitive Datensätze und Ideen, die unsere Investmentstrategien prägen, erforschen und testen. Unsere Forscher vertrauen auf ihre Erfahrung und Marktkenntnis, um den zukünftigen Erfolg von Investmentfaktoren einzuschätzen, und wählen die Daten und Analyseinstrumente, die wir beim Investieren nutzen, nach eigenem Ermessen.

Sobald eine neue Idee in unseren Prozess übernommen wurde, analysieren wir damit das Renditepotenzial der Aktien in unserem Anlageuniversum. Das ist ein höchst systematischer Prozess, mit dem wir jeden Tag Millionen von Datenpunkten verarbeiten und mehr als 13.000 Aktien auf der ganzen Welt beurteilen können. Bevor wir jedoch auf die Informationen reagieren, die unsere quantitativen Modelle liefern, prüfen unsere Portfoliomanager jedes Geschäft und jede Position. In bestimmten Phasen extremen Stresses können sie eingreifen, um Risiken zu mindern oder einzudämmen.

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Big Data transformiert Unternehmen, Sektoren und die gesamte Wirtschaft. Beim aktiven Management ging es schon immer darum, sich einen Informationsvorteil zu verschaffen. Big Data, gekoppelt mit menschlichem Urteilsvermögen, kann uns hierbei helfen.

ÜBER DEN AUTOR

Gary Chropuvka

Gary Chropuvka

Co-Head, Quantitative Investment Strategies, GSAM