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Wir wurden darüber in Kenntnis gesetzt, dass externe Parteien fälschlicherweise behaupten, Finanzdienstleistungen im Namen von Goldman Sachs (inklusive Goldman Sachs Asset Management International und Goldman Sachs International) zu erbringen, um fingierte Anlageprodukte zu verkaufen und Geldzahlungen zu erhalten. Diese externen Parteien geben sich in betrügerischen Nachrichten per E-Mail, Instant Messaging oder Telefon als Goldman Sachs aus und nutzen auch gefälschte Broschüren und andere Dokumente mit den Markenzeichen und dem Logo von Goldman Sachs. Die Financial Conduct Authority Grossbritanniens warnt vor diesen betrügerischen Aktivitäten; diese Warnungen können Sie hier und hier nachlesen.
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MARKET PULSE 
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Dezember 2019

MARKET PULSE | Dezember 2019

Market


Wirtschaftswachstum

Wir rechnen damit, dass sich das globale Wachstum 2020 (von 3,1 % in 2019) auf 3,4 % verbessern wird, weil sich die Finanzierungsbedingungen lockern und die Handelsstreitigkeiten nicht mehr eskalieren. Obwohl die zyklischen Risiken gestiegen sind, halten wir eine Rezession im Jahr 2020 nach wie vor für unwahrscheinlich. Stattdessen wird es eher zu Korrekturen aufgrund von idiosynkratischen Ereignissen kommen.

Arbeitsmarkt

In vielen Industrieländern wird sich die Arbeitsmarktlage unseren Erwartungen nach weiter verbessern und der Aufwärtsdruck auf das Lohnwachstum anhalten. Dies dürfte sich jedoch weiterhin nur begrenzt in der Kerninflation niederschlagen, denn die regionalen Phillipskurven sind flach.

Inflation

Ein allmähliches Lohnwachstum und Preisdruck durch Einfuhrzölle werden die US-Inflation weiter nach oben drücken, doch wir gehen nicht davon aus, dass die US-Notenbank (Fed) ihren geldpolitischen Kurs ändert, solange es keinen nachhaltigen Inflationsdruck gibt. In Europa und Japan liegt die Inflation nach wie vor unter dem Zielwert, sodass fiskal- und geldpolitische Maßnahmen zur Stützung nötig sein könnten.

Geldpolitik

Unserer Ansicht nach ist die mittzyklische Anpassung beendet und die wichtigsten Zentralbanken werden jetzt abwarten. Für 2020 rechnen wir damit, dass die Zentralbanken aufgrund der stabilen Konjunkturlagen, der systematisch eingedämmten Inflation und des Bestrebens, sich in den USA nicht in die Politik hineinziehen zu lassen, mehr im Hintergrund agieren werden.

Geopolitik

Die chronische Unsicherheit in Bezug auf den Handel und den Brexit wird 2020 wahrscheinlich nachlassen, aber dafür kommen mit den Wahlen in den USA einhergehende Risiken auf. Historisch gesehen ist es von Vorteil, der Amtsinhaber zu sein, und auch die gesunde Wirtschaft dürfte Trump zugutekommen. Seine unter dem Strich extrem negativen Zustimmungswerte spielen jedoch seinen Herausforderern in die Hände und könnten zu einem Mehrheitswechsel im US-Senat führen.

Aktien

Angesichts hoher Bewertungen und abwartender Zentralbanken rechnen wir damit, dass sich die Aktienrenditen etwas abschwächen. In Bezug auf Sektoren und Anlagestile sind wir im Großen und Ganzen zwar neutral, doch das sich 2020 nach und nach verbessernde Wachstum könnte eine taktische Ausrichtung auf Substanzaktien, Nebenwerte und Nicht-US-Aktien unterstützen. In Europa bevorzugen wir eine „Bottom-up“-Alpha-Positionierung, um Unternehmen hervorzuheben, deren Gewinnwachstum, Gewinnspannen und globale Umsätze höher sind.

Zinssätze

Die 2019 im Vordergrund stehende Inversion der Zinsstrukturkurven war auf deutlich niedrigere Laufzeitprämien und die fehlende Signalwirkung früherer Zyklen zurückzuführen. Wir halten das Renditeniveau bei Staatsanleihen für nahezu angemessen, sodass höhere Renditen voraussichtlich einen zyklischen Wachstumsanstieg erfordern würden.

Anleihen

Das Ausfallrisiko ist 2020 unserer Ansicht nach relativ begrenzt, denn der Verschuldungsgrad ist gemessen an den Unternehmensgewinnen und den Aktiva nach wie vor stabil. Allerdings werden aufgrund spätzyklischer Bedingungen, wie fast rekordhoher Verschuldung und sich abschwächendem Gewinnwachstum, ein selektiver Bottom-up-Ansatz und eine idiosynkratische Positionierung wichtiger sein denn je.

Währung

Wir bevorzugen für 2020 nach wie vor den Euro gegenüber dem US-Dollar, besonders weil die Zentralbanken voraussichtlich den unteren Wendepunkt ihres Lockerungskurses erreicht haben und die Risikotoleranz sich weltweit verbessert. Die Wahrscheinlichkeit eines durch ein Abkommen geregelten Brexits könnte zudem dazu beitragen, dass das Pfund Sterling weiter aufwertet.

Volatilität

Die durchschnittliche Volatilität dürfte unserer Ansicht nach 2020 relativ stabil bleiben, wenngleich Unsicherheit durch Handelsfragen, Tweets und die Wahlen in den USA vorübergehend erhöhte Volatilität verursachen könnte.

Ausblick


Zum Ende dieses Jahrzehnts schauen wir uns die wichtigsten Veränderungen und Dynamiken an, die die Welt zukünftig prägen werden: Der Demografischer Wandel sowie Konsum- und Umweltveränderungen werden sich auf Volkswirtschaften und Märkte auswirken. Wir rechnen damit, dass sich dieser Umbruch in den kommenden Jahren weiter beschleunigen wird.

URBANISIERUNG
Der Anteil der Weltbevölkerung, der in städtischen Gebieten lebt, wird bis 2050 voraussichtlich auf 68 % steigen – von derzeit 55 %. Die Anzahl der Menschen, die weltweit jedes Jahr in die Städte ziehen, entspricht ungefähr der Bevölkerung von Deutschland.
GENERATION Y
Bis 2025 wird die Generation Y 75 % der US-Erwerbstätigen und 46 % des Nationaleinkommens stellen. Wir gehen davon aus, dass die Generation Y weltweit in den nächsten fünf Jahren mehr als 150 Billionen USD verdienen wird.
ALTERSVORSORGE
Selbst wenn alle Senioren in den USA ihre Ausgaben um 30 % reduzierten, würden ihre Ersparnisse mit dem Alter von 65, im Schnitt nur 10 Jahre ausreichen. Das ist weniger als das Einkommen, das bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 83 Jahren für Männer und 86 Jahren für Frauen notwendig wäre.
AUTOFAHREN
Ein US-Amerikaner, der pro Jahr weniger als rund 9.700 Kilometer fährt, würde Geld sparen, wenn er statt eines eigenen Wagens Mitfahrdienste nutzen würde. Mit der zunehmenden Verstädterung wird der Markt für „Pay as you go“-Dienste unseren Erwartungen nach bis 2030 um das Vierfache wachsen.
KONNEKTIVITÄT
Die Hälfte der Weltbevölkerung hat immer noch keinen Internetanschluss. Der Startschuss für das Rennen um eine weltweite Internetversorgung über Satelliten mit niedriger Umlaufbahn ist gefallen.
SPRACHSTEUERUNG
KI-Sprachassistenten können menschliche Sprache mittlerweile mit 95%iger Genauigkeit erkennen. Damit ist eine wichtige Hürde überwunden, denn 90 % der menschlichen Kommunikation erfolgt immer noch in gesprochener Form. Prognosen zufolge wird es bis 2021 auf der Welt mehr virtuelle/sprachgesteuerte digitale Assistenten als Menschen geben.
KLIMA
17 der 18 heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen liegen in den letzten beiden Jahrzehnten. Extremtemperaturen, Superstürme, lange Dürreperioden und andere immer intensiver werdende Ereignisse machen die Wirtschaft anfälliger und stellen Portfoliorisiken dar.
GAS-EMISSION
Nutztiere verursachen weltweit etwa 14,5 % der Treibhausgasemissionen – das entspricht in etwa den Emissionen, die von allen Verkehrsformen weltweit erzeugt werden. Mehr als ein Viertel der eisfreien Landfläche der Erde wird derzeit für die Tierhaltung genutzt.
AUSSTERBEN
Das Tempo des derzeitigen Aussterbens von Pflanzen- und Tierarten ist 1.000 Mal höher als die natürliche Aussterberate. Die Population an Wirbeltierarten ist seit 1970 um 58 % zurückgegangen und wird 2020 voraussichtlich um weitere 10 % abnehmen. Die Zerstörung natürlicher Lebensräume, Umweltverschmutzung und Krankheiten haben die Belastbarkeit von Ökosystemen weltweit beeinträchtigt.
GLOBALES WACHSTUM
Es wird damit gerechnet, dass 2020 95 % aller Volkswirtschaften wachsen und die Länder, in denen sich das Wachstum abschwächt, nur 1 % der gesamtwirtschaftlichen Aktivität weltweit ausmachen. Diese nachhaltige Wachstumsphase wird unseren Erwartungen zufolge Risikoanlagen weltweit weiterhin Unterstützung bieten.
VERARBEITENDES GEWERBE
Das verarbeitende Gewerbe schrumpfte 2019 weltweit, doch in Ländern, in denen die Industrie einen geringeren Anteil am BIP hat, waren die Auswirkungen verkraftbar. In den USA könnten die Märkte überproportional beeinträchtigt werden, denn Güter produzierende Unternehmen haben einen Anteil am S&P 500 von 43 %, obwohl das verarbeitende Gewerbe nur 10 % zum BIP beiträgt.
VOLATILITÄT
Obwohl die politische Unsicherheit fast auf einem Rekordniveau lag, kletterte der S&P 500 im Verlauf von 2019 26 Mal auf neue Rekordhochs und die Kurse bewegten sich nur sieben Mal um mehr als 2 %. Der Markt hat sich von Schlagzeilen nicht täuschen lassen.

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